Tierheim "Wiesengrund" Ostrau

Ein Projekt des Tierschutzvereines Döbeln und Umgebung e.V. Tel-Nr.: (034324) 21863 oder 015757528546

Wenn Mensch und Tier zusammen alt werden…..

2022-02-02

Tiger und Max sind zwei 15jährige Hunde. Sie mussten im Tierheim abgegeben werden, da die Besitzer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um sie kümmern können. Sollen sie nun ihren Lebensabend im Tierheim verbringen?

Manchmal geht es nicht anders. Wenn Tier und Mensch zusammen alt werden ist es für den Menschen schlimm, eine Entscheidung zu treffen. Sie müssen von ihrem geliebten und jahrelangen, treuen Wegbegleiter Abschied nehmen und sind auf die Hilfe des Tierheimes angewiesen. Natürlich können auch junge Menschen in so eine Situation kommen. Daher sollte man, wenn möglich, immer einen Plan B haben. Das beste für das Tier ist jedoch in so einer Lage, wenn er in seiner gewohnten Umgebung bei Verwandten oder Bekannten bleiben  darf.

Auch Tiere haben im Alter ihre Wehwehchen. Viele leiden an Gelenksbeschwerden, Demenz, Inkontinenz, Augen trüben sich ein und das Gehör ist auch nicht mehr, was es mal war. Alles ganz normal im Alter – dennoch leiden die Besitzer mit ihnen.

Sobald diese Tiere bei uns sind, erleben wir sie verstört und traumatisiert. Ihre Augen drücken so unendlich viel Leid und Schmerz aus. Sie knurren, fressen nicht und trauern. Oft bedarf es dann einer ganz besonderen Zuwendung, ihnen wieder etwas Lebensfreude zu vermitteln. Aber das bedarf viel Zeit und Liebe. Wenn sie dann nicht mehr nur teilnahmslos in ihren Körbchen liegen, wünschen wir uns nichts sehnlicher, als das sie ihren Lebensabend nicht im Tierheim verbringen müssen. Natürlich wissen wir nicht, wie lang sie noch auf dieser Erde bleiben können. Aber auch alte Tiere haben noch ein schönes Zuhause verdient.

Möchten Sie Tiger oder Max im Tierheim kennenlernen? Dann vereinbaren Sie bitte einen Termin mit uns.

Einst Sorgenkinder – jetzt Glückskinder

Eddie und SusanneTeddy mit Familie Lindner

Teddy, aus Rumänien stammend mit  starken Schmerzen in den Gelenken und der kleine misshandelte Eddie wurden im Tierheim aufgenommen und liebevoll versorgt. Jetzt haben beide Hunde ein Zuhause gefunden, in denen sie geliebt werden.

Susanne aus dem Saarland fuhr bereits vor 2 Wochen 600 km, nur um Eddie ein kuschliges Hundebett zu bringen und verliebte sich sofort in ihn. Aus einem traumatisierten kleinen Hund wurde ein kleiner Wirbelwind – eben typisch Jack Russell. Aber Eddie musste noch im Tierheim bleiben. Er stand unter tierärztlicher Beobachtung und musste auf Grund eines Abszesses am Kopf behandelt werden. Am Samstag war dann sein großer Tag und Eddie durfte endlich nach Haus. Natürlich haben wir schon Rückmeldung bekommen: Eddie hat die Fahrt gut verkraftet, sein neues Körbchen im eigenen Zuhause eingeweiht und ist glücklich.

In Teddy hat sich Familie Lindner aus Mühlberg bereits vor Wochen verliebt. Seinen Augen und seinem gemütlichen Wesen konnte Familie Lindner nicht widerstehen. Aber zuerst mussten wir die Ursache seiner Schmerzen durch die Tierärzte abklären lassen. Da er im Welpenalter eine Staube-Infektion hatte, liegt der Verdacht nahe, dass dies Folgeerscheinungen sind. Er wird nie ein Sportshund werden. Eigentlich sollte Teddy mit seinem neuen Herrchen joggen. Aber manchmal geht das Glück seinen eigenen Weg und nun muss Herrchen allein joggen und Teddy darf auf dem Grundstück bleiben und sich vom Rest der Familie verwöhnen lassen.

Beide Schicksale haben so viele Menschen berührt, viele liebevolle Worte an uns gerichtet und auch sehr viel gespendet. Dafür möchten wir uns heute herzlichst bedanken.

Bei all dem Glück für Teddy und Eddie möchten wir aber auch noch an die vielen anderen Tiere erinnern. Auch wenn deren Schicksale nicht so schrecklich sind, haben auch sie meist einen Leidensweg hinter sich.  Auch sie haben ein liebevolles Zuhause verdient.

21.04.2022

Unbenannt