Tierheim "Wiesengrund" Ostrau

Ein Projekt des Tierschutzvereines Döbeln und Umgebung e.V. Tel-Nr.: (034324) 21863 oder 015757528546

Weihnachten – Inflation – Haustiere

Freud und Leid liegen manchmal so nah bei einander

Weihnachten steht vor der Tür. Und jedes Jahr die neue Frage: Was schenke ich meinem Kind. Auch wenn sich Ihr Kind schon lang ein eigenes Haustier wünscht, sollten Sie ihm erklären, das Lebewesen keine Weihnachtsgeschenke sind.

Denn was passiert mit dem kleinen Welpen, Kätzchen oder Meerschweinchen und Co., wenn die erste Freude und Euphorie vorbei ist und sie merken, dass diese Tiere eigene Bedürfnisse haben? Die Kinder sind frustriert und das kleine Wesen muss darunter leiden.

Also Finger weg von lebendigen Weihnachtsgeschenken. Ein Haustier zu übernehmen, bedarf einer genauen Überlegung, ob man ihnen das bieten kann, was sie auch brauchen. Zeit, Geduld, Ausdauer und natürlich muss in der heutigen Zeit auch der finanzielle Aspekt berücksichtigt werden. Nicht nur kurz vor der Weihnachtszeit werden in unseren Vermittlungsgesprächen besonders diese 4 wichtigen Kriterien intensiv besprochen. Daher haben wir in den vergangenen Jahren keine Probleme mit zurück gegebenen Weihnachtsgeschenken, wie Hund, Katz und Maus.

Derzeit ist das Interesse, ein Haustier aus dem Tierheim zu adoptieren, gering.

Zum einen liegt es sicher mit an die vielen Tierprotalen wie z.B. Ebay-Kleinanzeigen. Solang es diese Portale gibt, wird es nicht nur den Hobbyzüchtern leicht gemacht, ihre Nachzucht zu verkaufen. Auch viele Haustierbesitzer suchen den bequemen Weg über das Internet, sich seinem Tier zu entledigen.  Und das zum Leid der Tiere und Frust der neuen Besitzer. Denn was fehlt beim Kauf eines Tieres um die Ecke? Eine ordentliche Übergabe mit Papieren, Gesundheitscheck, die intensive Vorstellung des Tieres und der Garantie, dass bei Schwierigkeiten das Tier wieder zugenommen wird.

Erst Corona dann die Wirtschaftskrise. Wir glauben schon, dass das auch mit der wirtschaftlichen Krise zusammenhängt. Aber sobald man ein Kätzchen füttert oder ein Tier übernimmt, hat man vom ersten Tag an die Verantwortung für das Wohlergehen des Tieres. Täglich erreichen uns mindestens 3 Anrufe, mit der Bitte um die Übernahme des Tieres in unser Tierheim. Wir können nicht immer sofort ein Tier aufnehmen. Und wir wollen auch nicht! Damit würden wir es den Tierbesitzern sehr leicht machen und sie aus der Pflicht nehmen. Wir als Tierheim sind zuständig für Notsituation. Und damit haben wir alle Hände voll zu tun.

Auffällig in den letzten Wochen waren auch die Exoten, die wir aufnehmen mussten. Eine Python konnten wir in fachmännische Hände vermitteln. Nun lebt noch eine Königsnatter bei uns. Da wir für die Unterbringung von Exoten mit ihren besonderen Bedürfnissen nicht optimal ausgestattet sind, ist eine Unterbringung nur für kurze Zeit möglich.

Natürlich gibt es bei uns im Tierheim auch viel Schönes zu erleben. Wir sind immer wieder über die Hilfsbereitschaft und Spendenfreudigkeit vieler Menschen erstaunt die uns trotz dieser schwierigen Zeiten unterstützen und freuen uns riesig darüber.

Nun wünschen wir allen eine schöne Adventszeit, ein friedliches Weihnachtsfest, einen ruhigen Start ins neue Jahr (aus Rücksicht für die Tiere) und natürlich alles Gute und beste Gesundheit.

Ihr Tierheim-Team

Unser Praktikant mit JetteUnser Praktikant Max mit der 2jährigen Hündin Jette

Ein großes Herz für Tiere

Uta BresanUta Bresan mit ihrem Kameramann Axel im Tierheim

Ihr habt es betimmt schon erfahren: Während der Fußball-WM wird die Sendung “Tierisch, Tierisch” nicht wie gewohnt im MDR ausgestrahlt.
Die Tierschutzarbeit und das Wohl der Tiere liegen beiden sehr am Herzen und besuchen in Eigeninitiative die Tierheime, um sie über Sozialmedia (Facebook und Twitter) vorzustellen.
Gestern waren Uta und Axel in unserem Tierheim. Fünf kurze Aufnahmen, 4 Hunde und unsere Katzen im Katzenhaus durften wir präsentieren. Vielleicht dürfen diese Tiere ja bald in ihr eigenes Zuhause einziehen.
Wann es auf Facebook und Twitter erscheint, wissen wir nicht. Schaut doch einfach immer mal wieder auf die Seite von “Tierisch, Tierisch”.

Jette und Mischa – ein trauriges Schicksal hat sie zusammengeführt

Jette & Mischa

Jette (schwarz-braun) und Mischa (schwarz-weiß)

In ihrem traurigsten Schicksal haben sich die beiden gefunden und gegenseitig getröstet. Mischa (4 Jahre alt, kastriert)) merkt sofort, wenn Jette (2 Jahre alt, kastriert) unruhig und ängstlich wird. Er setzt sich neben sie, leckt ihr kurz über´s Gesicht und Jette fühlt sich sicherer. Dieses Verhalten der beiden berührt uns so sehr, das unser größter Wunsch ist, die beiden in ein gemeinsames Zuhause zu vermitteln.
Mischa ist den Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen, sehr freundlich und umarmt regelrecht mit den Vorderbeinen die Pfleger.  Aber er behält dabei immer Jette im Auge. Sobald er merkt, das sie unsicher wird, setzt er sich zu ihr.

Jette ist eine Hündin, die sich am liebsten erst einmal unsichtbar machen würde. Sobald Mischa ihr zeigt, das alles in Ordnung ist, kommt auch Jette auf uns zu. Sie lässt sich streicheln und scheint es auch zu genießen. Jette wird lernen, den Menschen zu vertrauen. Dies braucht allerdings seine Zeit. Abends liegen beide gemeinsam im Körbchen und kuscheln miteinander. Diese enge Verbundenheit sollten beide weiterhin genießen. Eine Trennung würde nicht nur Jette und Mischa das Herz brechen, sondern auch uns.
Möchten Sie Jette und Mischa kennenlernen? Dann vereinbaren Sie bitte einen telefonischen Termin uns.

UPDATE 29.11.2022:

Jette hat sich super entwickelt. Sie geht allein spazieren und auch gern mal ihren eigenen Weg. Sie wirkt entspannter, wenn wir mit ihr allein spazieren gehen. Auch im Freilauf spielt sie gern mit unserer Perla.

Unser Fazit: Mischa und Jette würden wir auch einzeln vermitteln. Da wir wissen, wie schwierig eine gemeinsame Vermittlung ist, möchten wir ihnen die Chance auf ein neues und schönes Zuhause nicht nehmen. Natürlich steht die Option, beide Hunde zu übernehmen, immer noch.