Tierheim "Wiesengrund" Ostrau

Ein Projekt des Tierschutzvereines Döbeln und Umgebung e.V. Tel-Nr.: (034324) 21863 oder 015757528546

15.08.2014 – Sitzengelassen

Ihre Menschen wollten in den Urlaub und brachten ihren Hund zu uns auf Pension. Im normalen Fall werden die Hunde wieder abgeholt. So aber nicht

Angel

Angel

Angel

Sie wartet noch heute. Jeder Versuch, die Besitzer zu erreichen, scheiterte. So wissen wir also nicht einmal den Grund und können nur den Kopf schütteln. Bereits viele Wochen weisen wir immer wieder darauf hin, dass Angel an Epilepsie leidet und mit Medikamenten gut zurecht kommt.

“Das stört uns nicht – sie wird “UNSERE ANGEL” “. So die Worte der Besitzer.

Was ist Epilepsie? Es gibt verschiedene Formen dieser Krankheit. Epilepsie ist ein “Gewitter” im Gehirn und dauert meist nur wenige Minuten. Mit Medikamenten bekommt man in der Regel diese Krankheit gut in den Griff und die Anfälle können sich in größeren Zeitabständen ereignen oder sogar ganz ausbleiben. Dazu gehört an erster Stelle jedoch ein stabiles Umfeld.  Als Besitzer eines solchen Tieres, sollte man bei einem Anfall darauf achten, dass das Tier sich nicht verletzen kann und der Mensch selbst sollte Ruhe ausstrahlen. Stressfaktoren können ein Auslöser für einen Anfall sein. Bitte informieren Sie sich über diese Krankheit, bevor Sie den Entschluss fassen, Angel zu sich nach Hause zu holen.

Es werden sogar Epilepsiehunde ausgebildet. Viele Hunde können den epileptischen Anfall eines Familienmitglieds vorher erkennen und den Betroffenen und seine Angehörigen darauf aufmerksam machen. Epilepsiehunde sind häufig darauf trainiert, dem Besitzer während eines Anfalls zu helfen, z. B. indem sie gefährliche Gegenstände aus der unmittelbaren Nähe des Opfers ziehen, eine Alarmklingel aktivieren oder Aufmerksamkeit auf den Epileptiker lenken.

Hunde können in vielfältiger Weise therapieren und Leben retten. Jetzt sind wir jedoch als Mensch gefragt, einem Tier – UNSERER ANGEL – zu helfen.

Angel-1 (2)So oft im Stich gelassen – das darf nie wieder passieren.

01. August 2014 —Kein Urlaub für Daisy und Jack

Daisy und Jack

Daisy&Jack (6)

Es ist Urlaubszeit, eine Zeit auf die wir uns alle freuen. Hundebesitzer nehmen so oft wie möglich ihre Hunde mit. Doch dieses Jahr können Daisy und Jack nicht mit ihrem Besitzer den Urlaub verbringen. Sie sind im Tierheim. Ihr Besitzer ist schwer erkrankt und kann sich um seine beiden Lieblinge nicht kümmern. Dennoch sind die beiden voller Lebensfreude und genießen die Zeit, in der sie mit unseren Mitarbeitern spielen und schmusen können.

Daisy ist bereits 17 Jahre und steckt noch voller Energie, wenn sie mit Jack -10 Jahre alt- spielen kann. Es geschieht nicht oft, das gerade ältere Hunde noch so agil sind. Aber die beiden genießen ganz einfach das Zusammensein. Den Menschen gegenüber sind sie einfach nur lieb, lieb, lieb. Wir wünschen uns so sehr, das Daisy und Jack für immer zusammenbleiben dürfen und in einer ganz lieben Familie weiterleben können. Natürlich wissen wir, das eine Vermittlung zweier Hunde nicht einfach sein wird. Aber gerade diese beiden machen Ihnen wirklich keine Arbeit. Gut, den finanziellen Aspekt darf man nicht übersehen, aber vielleicht können wir Ihnen nach unseren Möglichkeiten (Futter) helfen.

Daisy&Jack (2)Daisy und Jack lieben die Menschen.

02. Juni 2014 – Böse Überraschung

Heute Morgen staunten die Mitarbeiter nicht schlecht:

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Die Madagaska-Boa wurde im Karton vor dem Tierheim abgestellt. Sie soll ca. 2 Jahre sein, scheu und bissig. So steht es auf dem aufgeklebten Zettel.

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bereits am Vortag fanden sie diesen Karton mit 3 kleinen Katzenbabys Karton vor dem Tierheim

KatzenkartonFoto0194-001Und zu Guter letzt wurde eine Schildkröte als Fundtier aus Noschkowitz im Tierheim abgegeben:

20140602_134717Wir sind schon vieles gewöhnt, aber heute verschlug es uns wirklich die Sprache. Eine gefährliches Reptilientier vor den Toren eines Tierheimes abzustellen, ist  in unseren Augen eine vorsätzliche Straftat. Hätten Kinder diesen Karton geöffnet – wir dürfen garnicht darüber nachdenken.

“Diese Schlange genießt in den Anhang-A-Art der europäischen Artenschutzverordnung den höchsten Schutzstatus. Das bedeutet, dass Sanzinia madagascariensis in Deutschland nicht ohne Genehmigung der zuständigen Behörde gehalten werden darf. Bei Transport der Tiere muss auch die Genehmigung der zuständigen Landesbehörde vorhanden sein, zusätzlich besteht für Wildexemplare ein gesondertes Schaustellungs- und Vermarktungsverbot. Beim Im- oder Export von Sanzinia madagascariensis gelten besondere Bestimmungen. Es muss eine Genehmigung des Bundesamts für Naturschutz vorhanden sein, zusätzlich schreibt die Bundesartenschutzverordnung vor, dass Reptilienarten des Anhangs A der europäischen Artenschutzverordnung zum Zwecke der Wiedererkennung des Tieres kennzeichnungspflichtig sind.”

Allein durch diese Bestimmungen hoffen wir, den Besitzer ausfindig machen zu können. Das kleinste Übel für den Besitzer wird eine Anzeige sein. Das er das Leben anderer  gefährdet hat, wird ihn sicher länger beschäftigen müssen. Helft uns den Schlangenbesitzer zu finden.

Die Schlange und auch die Schildkröte dürfen in Tierheimen nicht untergebracht werden. Sie werden nun an die zuständigen Behörden übergeben, die sie dann an die Auffangstellen für Exoten weiterführen werden.

Die kleinen Katzen hatten keinen guten Start ins Leben. Sie werden von uns nun aufgepäppelt und in ganz liebevolle Hände vermittelt.

10.06.2014 – 4 Hundeschicksale

“Hundstage” mit einer anderen Bedeutung

Wolle

Wolle (ehem. Wolf) musste mehrere Tage neben seinem verstorbenen Herrchen ausharren, bis jemand auf das Schicksal aufmerksam wurde…

Nachtrag: Wolle (Wolf) konnten wir vermitteln.

Laika

Laika wurde einfach am Tor des Tierheimes angebunden…

Galva

Galva wurde in Grimma an einem Baum angebunden und ihrem Schicksal überlassen…

Nachtrag: Galva konnten wir vermitteln.

Django

Django wurde uns von der Polizei zu uns ins Tierheim gebracht.

Diese 4 Hunde wurden innerhalb so kurzer Zeit zu uns in Tierheim gebracht, dass wir es schon sehr bedenklich finden. Geht der Trend jetzt so weiter? Bitte nehmen Sie bei Problemen Rücksprache mit uns, aber auf die eine oder andere Art ein Tier zu “entsorgen”, ist straflich und verabscheuend.

01.07.2014 Ausgerissen oder ausgesetzt; eine Odyssee für Willi

Fundhund Willi (2)Willi – ein Weimaraner, ca. 3 bis 4 Jahre alt, kastriert, aber leider nicht gechipt, kann die Welt nicht mehr verstehen. Wo sind seine Menschen? Gefunden wurde Willi in der Gemarkung Lichtenau, genauer gesagt im Ottendorfer Wald am 21. Juni 2014. Ob er nun entlaufen oder ausgesetzt wurde, können wir leider nicht sagen.

Nun zu dem wunderschönen Willi: Er ist verspielt und verträgt sich mit seinen Artgenossen. Er hat bereits eine Grunderziehung genossen und “Sitz” und “Platz” sind für ihn keine Fremdwörter. Den Menschen gegenüber verhält sich Willi freundlich und ist sehr aufmerksam.

Sollten die Besitzer von Willi nicht nach ihm suchen und bei uns melden, werden wir ihn in ganz liebe Hände vermitteln. Vorher wird er von uns natürlich gechipt,  so dass er registriert ist und seine Besitzer ausfindig gemacht werden können.  Er braucht den Familienanschluss genauso wie alle anderen Tiere in unserem Tierheim.

Fundhund Willi (5)Fundhund Willi (4)Fundhund Willi (3)Fundhund Willi (1)

01.08.2014 Ludwig wurde “verloren”

Ludwig

Ludwig (10)

Das ist Ludwig aus Lichtenau. Er erkundete die Welt allein und wurde so von einer aufmerksamen Familie im Garten aufgenommen und das zuständige Gemeindeamt informiert. So holten wir Ludwig am 29. August von Lichtenau zu uns ins Tierheim. Wir glauben das der kleine Rüde, den wir auf ca. 2 – 3 Jahre schätzen, sicher nur “stiften” gegangen ist. Er ist sehr menschenbezogen, verträglich mit seinen Artgenossen, stubenrein und kennt (wenn er will) sogar die Grundkommandos. Helfen Sie uns, den Besitzer von Ludwig zu finden. Er braucht seine Familie wieder.

Ludwig (4)

Nachtrag: Ludwig wurde vom Besitzer wieder abgeholt.