Tierheim "Wiesengrund" Ostrau

Ein Projekt des Tierschutzvereines Döbeln und Umgebung e.V. Tel-Nr.: (034324) 21863 oder 015757528546

Brenda

Brenda

Guten Abend liebes Tierheim-Team,
vielleicht erinnern Sie sich, dass wir Ende April die Chow-Hündin Brenda aus Ihrem Heim aufgenommen haben. Ein erstes Foto habe ich Ihnen nach einigen Wochen ja schon geschickt. – Nun will ich Ihnen weiter berichten: Aufgrund des extrem ausgeprägten Jagdtriebs auf Katzen war es für Brenda und uns nicht ganz einfach, eine “einvernehmliche” Lösung zu finden. Ausserdem habe ich auch festgestellt, dass Brenda einerseits zwar sehr selbstbewusst und willensstark ist, andererseits aber auch sehr ängstlich sein kann, z.B. wenn es ums Thema Bürsten geht oder bei einem Tierarztbesuch (ich hatte zwischendurch mal den Verdacht, dass sie ein Hautekzem o.ä. hatte – hat sich aber in Luft aufgelöst). Wenn sie ängstlich wird, neigt sie zu ihrer Verteidigung zur Aggression, womit sie uns allerdings nicht beeindrucken kann. – Die letzte Beisserei gegen unseren vorhandenen Rüden Taylor hat sie Anfang August angezettelt. Bis zu dem Zeitpunkt hatte er sich nie richtig gewehrt und sie hat ihn mehrmals durchs Ohr gebissen – was für ihn bestimmt nicht angenehm war. Beim letzten Mal hat er sie dann auch mal durchs Ohr gelocht und seitdem hat sie ihn in Ruhe gelassen. Die Sprache hat sie wohl verstanden und wir sind sehr froh darüber, dass wir inzwischen eine Pattsituation zwischen den Hunden haben. – Es hat uns in den letzten Monaten manchmal viel Nerven und Geduld gekostet, aber wir wollten einfach nicht, dass Brenda zum “Wanderpokal” wird, wenn wir sie wieder zurückgegeben hätten. Das ist für einen Hund dann auch ein schlimmes Erlebnis und so haben wir uns gesagt “da müssen wir nun durch”. Sie ist inzwischen insbesondere bei meinem Mann recht anhänglich geworden, frisst nach wie vor sehr sehr gern, hat ein wunderschönes Fell bekommen (was sicherlich noch schöner wäre wenn sie sich ordentlich bürsten liesse), ist sehr lebenslustig, liebt die Spaziergänge, wobei wir sie leider kaum von der Leine lassen können, da sie einerseits überhaupt nicht einsieht, mal gehorchen zu müssen und sie andererseits bei allem was in Feld und Wald so lebt einen ausgeprägten Jagdtrieb an den Tag legt. Im Dänemark-Urlaub in den ersten beiden Oktoberwochen haben wir es am leeren Strand regelmäßig versucht sie an den Freilauf zu gewöhnen. Es war selten – trotz Leckerli – von Erfolg gekrönt, aber sie hat das Ferienhaus immer wieder gefunden – Gott sei Dank. – Kurz und gut: es ist noch nicht alles total ideal, aber wir haben doch schon vieles geschafft und arbeiten am Rest. Ich denke schon, dass sie sich bei uns sehr wohl fühlt. Ich füge Ihnen noch ein paar Bilder von unserem Urlaub bei und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute für Ihre Arbeit.

Liebe Grüße
Heidrun Nitschke