Tierheim "Wiesengrund" Ostrau

Ein Projekt des Tierschutzvereines Döbeln und Umgebung e.V.

28.07.2010

Tierschützer sind fassungslos

Diesen Rüden konnten wir erst nach 3 Tagen retten!

Steini

Am Donnerstag, dem 22.07.10, fand eine Anwohnerin in Roßwein am Steinbruch bellend diesen Rüden, der sich mit der Leine im Gestrüpp verheddert hatte.
Daraufhin rief die aufmerksame Bürgerin die Stadtverwaltung in Roßwein an, und gab dort dem Ordnungsamt Bescheid. Außerdem wurde am gleichen Tag das Landratsamt Döbeln und der zuständige Jäger informiert. Alle 3 Behörden versprachen, sich der Sache anzunehmen.
Es passierte 3 Tage nichts. Der Rüde bellte weiterhin und so wurde am Samstag endlich die Polizei und das Tierheim Ostrau informiert. Der Anruf ging gegen 18 Uhr im Tierheim ein.
Warnung: “bissiger Hund”.

Die Tierschützer verlangten Unterstützung von der Polizei und fuhren sofort zu dem Steinbruch in Roßwein.
Was wir dort sahen war grausam. Dieser Terrier-Mischling hing mit seiner Leine im Gebüsch fest und hatte kaum noch Luft. Voller Angst ließ er niemanden an sich heran und bellte, bellte und bellte. Mit Futter und leisen tröstenden Worten konnte dem Tier schließlich geholfen werden.
Wir nennen den Rüden “Steini” – er war 3 Tage lang ohne Futter und Trinkwasser gefangen. An diesen Tagen hatten wir auch das starke Gewitter und Regengüsse. Jeder Hundebesitzer weiß, das die meisten Hunde vor Gewitter, Donner und Blitz furchtbare Angst haben. Und “Steini” war diesem hilflos und ohne Schutz ausgesetzt.
Jetzt ist er bei uns im Tierheim, kann sich erst einmal sattfuttern und sich von seinen Ängsten erholen. Wir erleben ihn als anfangs etwas argwöhnischen und dann freundlichen und verschmusten Hund.
Unsere Kritik geht hier eindeutig an die Behörden, die sich nicht um die notwendige Hilfe für diesen Hund kümmerten.
So musste der Hund 3 Tage leiden – das hätte ihm erspart werden können.

Fundhund